MARCOs SPINNEN- UND SCHABENSEITE
  5) Artenportraits
 
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5.Teil - Artenportraits


Hier werden die von mir gehaltenen Schabenarten in ihren arteigenen und für den Halter in erster Linie wichtigen Eigenschaften kurz beschrieben, deren Herkunft dargestellt und eine grobe Richtlinie für deren Haltung angegeben. Häufig finden sich zu bestimmten Arten auch nach gründlicher Internet-Recherche kaum oder gar keine verwertbaren Informationen. Ich möchte hiermit Empfehlungen für die grobe Haltungsrichtung geben, um Halter und neu erworbener Schabenart ein Versuch-und-Irrtum-Spiel weitgehend zu ersparen.
Hierbei habe ich bewußt die Temperatur ausgeklammert, da ich fast alle meine Schaben bei Temperaturen im Bereich von ca. 25°C Tagestemperatur halte (wenn abweichend steht es dabei).
Es laßen sich bestimmt noch eine Reihe weiterer Schaben ohne Substrat halten, ich habe jedoch nur bei solchen Arten diesen Hinweis gegeben, von denen ich sicher bestätigen kann das sie auch ohne Substrat gehalten werden können.

Die jeweiligen Haltungsparameter und Größen der Tiere sind aus meinen subjektiven Erfahrungen mit den Tieren heraus entstanden und erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Die Arten sind auf Gattungsebene alphabetisch angeordnet.
Die angegebenen Größenangaben sind die durchschnittlichen Größen (manchmal auch Extremwerte) von jeweils adultem Männchen, adultem Weibchen und frisch geschlüpfter Larve.

Bilder zu den Tieren finden sich in der Galerie.



Aeluropoda insignis
 ► mittelgroße, mit ihrem rot-schwarzen Panzer sehr ansehliche
      Fauchschabenart, langlebig, ruhig, Geschlechter gut zu
      unterscheiden, langsame Fortbewegung, harte Panzerung,
      große Männchen tragen ein imposant geformtes Pronotum;
      diese Art faucht über den gesamten Tag hinweg wesentlich
      mehr als meine anderen Fauchis
      Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: langsam, ovovivipar
      Größe: Männchen 4-6cm (maximal 8cm, aber sehr selten)
                 Weibchen 4-5cm
                 L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Oxyhaloinae (Stamm Gromphadorhini)
      Herkunft: Madagaskar (Anjaha Reservat)
      Haltung: trocken, etwas Substrat

     
African Bullet Roach (Blattidae sp.)

 ► kleinbleibende & attraktiv gefärbte Art, hochglanzpoliert schwarz glänzend
      mit lateralen roten Streifen längst des Pronotums, unbeflügelt, blitzschnelle
      Fortbewegung; extrem robuste Art, zwar haben sie bei normaler Verfügbar-
      keit einen nicht geringen Wasserverbrauch, wenn sie müßen kommen sie
      viele Wochen / ein paar Monate ohne einen Tropfen Wasser aus (aufgefallen
      ist es mir als diese Schaben von bestimmten Spinnen [es hat sich hier bei
      allen betroffenen Spinnen um Theridiidae
gehandelt, das sind Kugelspinnen])
      nicht erbeutet werden konnten und noch lange nach dem Fütter-Versuch
      in den Behältnissen der Spinnen weiter lebten; ich vermute sie haben sich
      mit den Hinterlaßenschaften und Futterresten der Spinnen genährt; ABR
      sind eine Art mit einem außerordentlich starken, beim Einatmen stechenden
      Defensivsekret
      Scheibenläufer: alle Stadien
      Vermehrung: sehr gut,
ovipar
      Größe: Männchen
                 Weibchen
                
L1
     
Familie / Subfamilie: [Blattidae]
     
Herkunft: Südafrika
      Haltung: trocken, etwas Substrat


Archimandrita tesselata

 ► große und vor allem sehr schwere (sie dürften hinter Macropanesthia
      rhinoceros
auf Platz 2 der Schaben-Schwergewichte stehen), vollbeflügelt,
      grabende Art, sog. „Pfefferschaben“, hellbraun mit dunkler Sprenkelung,
      haben von allen mir bekannten Schaben das mit Abstand breiteste Pro-
      notum, langlebig, essen unglaublich viel; in der Schweiz tauchte vor ein
      paar Jahren ein als Archimandrita marmorata deklarierter Stamm auf,
      dieser ist äußerlich nicht von dieser Art hier zu unterscheiden, ein
      Bekannter hat aber bereits Tiere zur Bestimmung an einen Experten
      geschickt, um den Artstatus dieses neuen Stammes abklären zu können
      Scheibenläufer: nein
   
   Vermehrung: mittelschnell bis gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Guatemala, Costa Rica, Panama, Kolumbien
      Haltung: trocken, hohes Substrat
     

Blaberus atropus

 ► kleinere Verwandte der „Totenkopfschabe“, bis 5cm, alles weitere
      siehe B.craniifer; diese Art verfügt verglichen mit den anderen Blaberus
      sp.
über ein weniger aggressives Defensivsekret; die Larven aller Arten
      dieser Gattung unterscheiden sich nur in der Größe ihres jeweiligen
      Entwicklungsstadiums, alle sind sehr flach und mehr oder weniger rund,
      ihre Färbung ist mit leichter Variation zwischen den Arten immer eine
      braun-beige Musterung / Maserung
     
Scheibenläufer: nein
     
Vermehrung: Vermehrung mittelschnell bis gut, ovovivipar
   
   Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Trinidad & Tobago, Guyana
      Haltung: trocken, hohes Substrat
Blaberus boliviensis
 ► eher kleine Art, aber in Flügeln und Körper rundlich auslaufend,
      ziemlich dunkle Grundfarbe, hübsches Pronotum mit hohem
      Schwarzanteil und großen roten Punkten, genauso wie die 
      anderen Arten der Gattung graben sich die Tiere viel ein, die
      Larven mehr als die Adulti; Blaberus sp. wühlen sich aber
      einfach in den Boden hinein, Gänge werden nicht angelegt
      
Scheibenläufer: nein
      Vermehrung: bei mir bis jetzt nicht besonders gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Bolivien
     
Haltung: trocken, hohes Substrat

Blaberus colosseus ex. Equador
 ► kleinere „colosseus“ - Variante mit max. 6,5cm, vollbeflügelt, 
      leicht kupferfarben, stark grabend, wie alle Blaberus sind die
      Tiere gute Läufer
      Scheibenläufer: nein
      Vermehrung: mittelschnell, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Equador
     
Haltung: trocken, hohes Substrat
Blaberus colosseus ex. Peru
 ► große „colosseus“ - Variante mit max. 8,5cm, vollbeflügelt, etwas
      farbintensiver und insgesamt etwas mehr ins kupferfarbene gehend
      als vorgenannte Variante, Verhalten und Lebensweise identisch
     
Scheibenläufer: nein
   
   Vermehrung: etwas schneller als o.g. Variante, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Peru
      Haltung: trocken, hohes Substrat
Blaberus craniifer

 ► die klassische „Totenkopfschabe“ (→ wegen dem zwischen Pronotum und
      Flügeln erkennbaren „Gesicht“), max. 6,5cm, vollbeflügelt, gute Vermehrung,
      vor allem die Larven graben viel, Lebenserwartung gut 1 1/2 Jahre (davon ca.
      6 Monate Wachstum), schnelle Läufer; wie viele Blaberus-Arten kennzeichnet
      sich diese durch ein starkes Defensivsekret, welches sich in den Atemwegen
      ein wenig drückend anfühlt;
      Besonderes Merkmal im Gegensatz zu allen anderen Blaberus sp.:
      Adulte B.craniifer haben auf den Deckflügeln eine feine Behaarung
      Verbreitetes Synonym: Blaberus fusca
      Scheibenläufer: nein
     
Vermehrung: gut bis sehr gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Mexico, Belize, Cuba, Dominikanische Republik,
                     USA (Florida)

      Haltung: trocken, hohes Substrat (auch ohne Substrat möglich)
Blaberus craniifer (englischer Zuchtstamm)
 ► bis auf leichte Unterschiede im Aussehen identisch mit dem
      deutschen Zuchtstamm, Männchen hinten spitzer auslaufend,
      alles weitere siehe oben

Blaberus craniifer „Black Wings“

 ► hübsche Variante der oben genannten Art mit hohem Schwarzanteil,
      etwas breiter gebaut, Lebensweise genauso
     
Scheibenläufer: nein
     
Vermehrung: Vermehrung bei mir etwas langsamer als die normalen
                           B.craniifer, ovovivipar 
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Mexico, Belize, Cuba, Dominikanische Republik,
                     USA (Florida)

      Haltung: trocken, hohes Substrat
Blaberus discoidalis I
 ►
die normale Form, heller und kleiner als die nachfolgende; Verhalten,
      Eigenschaften und Lebensweise wie alle anderen hier aufgeführten;
      vermutlich eine der ersten Arten in der Hobbyhaltung
      Blaberus sp.
      Vermehrung:
mittel-gut, ovovivipar
      Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
     
Haltung: trocken, hohes Substrat
Blaberus discoidalis II
 ► seltene, kupferfarbene & größere Variante max. 7cm bis zu den
      Flügelspitzen, vollbeflügelt, grabende Art, Lebenserwartung bis
      2 1/2 Jahre (Entwicklung 6 Monate), adulte
Männchen untereinander
      etwas aggressiv, aber nicht so das sie sich ernsthaft gefährlich
      werden
      Scheibenläufer: nein
     
Vermehrung: gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Jamaica, Cuba, Haiti, Puerto Rico, Panama, Kolombien,
                     Venezuela, Trinidad & Tobago, USA (Florida)

      Haltung: trocken, hohes Substrat
                   vertragen länger anhaltende Trockenheit
                   nicht so gut wie andere Blaberus-Arten
Blaberus giganteus
 ► größte Art dieser Gattung, die Weibchen können 9cm bis zu den
      Flügelspitzen erreichen, relativ breit, hinten rundlich zulaufender
      Körper und rundlich abschließende Flügel; im Verhältnis zu anderen
      Schaben dieser Größenordnung erstaunlich leicht und schlank
      gebaut; sehr helle Grundfarbe, enormes Pronotum; die Männchen
      sind untereinander sehr aggressiv und kämpfen bzw. hetzen einen
      Kontrahenten manchmal regelrecht zu Tode; B.giganteus verfügt
      über das wohl stärkste Defensivsekret dieser Gattung, hat man voll
      eingeatmet fühlt es sich beißend an, so wie eine (nur sehr leichte
      und völlige ungefährliche!) Reizung der oberen Atemwege; grabende
      Lebensweise, schnelle Läufer
, leben bis zu 1 Jahr länger
      als andere Blaberus sp.

      Scheibenläufer: nein
      Vermehrung: je nach Herkunft gar nicht bis mittelschnell, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae   
      Herkunft:
Mexico, Guatemala, Panama, Colombia, Venezuela,
                    Trinidad and Tobago, Guyana,Surinam, Franz. Guyana

      Haltung: trocken, hohes Substrat;
                   Mit dem älteren, länger erhältlichen Stamm ist bislang niemandem
                   ein fortbestehender Zuchterfolg geglückt. In letzter Zeit wurden
                   aber Tiere eines anderen Zuchtstammes aus Trinidad angeboten,
                   die sich gut halten und vermehren laßen.

Blaberus parabolicus
 ► die kleinste meiner Blaberus-Arten, dunkel bzw. manche Exemplare
      sind beinahe schwarz gefärbt, vollbeflügelt, unterirdische Lebensweise
      Scheibenläufer: nein
      Vermehrung: mittelschnell, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Kolumbien, Surinam, Brasilien, Peru, Equador, Bolivien
      Haltung: trocken, hohes Substrat

Blaberidae sp. Kenia

 ► relativ neue Art, winzig klein, alle Stadien stark grabend, diese viel
      kleiner als die Weibchen und mit Stummelflügeln, dunkle Grundfarbe
      Scheibenläufer: nur die adulten Männchen
   
   Vermehrung: gute Vermehrung, ovovivipar
   
   Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: [Blaberidae]
      Herkunft: Kenia
      Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat

Blaptica dubia
 ► die klassische Futterschabe, mittelgroße Art mit deutlichem
      Geschlechtsdimorphismus, vor allem die Larven graben sich viel ein
      Scheibenläufer: nein
     
Vermehrung: sehr gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Argentinien, Paraguay, Uruguay
      Haltung: trocken, hohes Substrat (auch ohne Substrat möglich)

Byrsotria rothi
 ► große und massive, grabende Art, dunkler Grundton mit rötlichen
      Flügeln, heller Rand vorne am Pronotum, Weibchen mit Stummel-,
      Männchen mit halblangen Flügeln
      Scheibenläufer: nein
     
Vermehrung: mittelschnell bis gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Cuba
      Haltung: trocken, hohes Substrat
Byrsotria sp. Cuba I
 ► kleine, noch unbestimmte Art aus der Gattung Byrsothria, max.
      4,5cm, Aussehen und Geschlechtsunterschiede ähnlich B.rothi,
      außer das es bei dieser Art sowohl Männchen mit vollen, als
      auch mit halben Flügeln gibt
      Scheibenläufer: nein
     
Vermehrung: gut, ovovivipar
   
   Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Cuba
      Haltung: trocken, hohes Substrat


Deropelotis paulinoi
 ► mittelgroße und hübsche Art, schwarze Grundfarbe mit gelben
      Lateralstreifen an beiden Seitden des Pronotums, Weibchen 
      ohne Flügel, Männchen vollbeflügelt
mit langen Flügeln über
      den Körper hinaus (bei mir ist auch schonmal einer richtig
      geflogen), extrem schnelle Läufer, fühlen sie sich bedroht 
      verfügen sie über ein sehr starkes Defensivsekret, welches
      stinkende Flecken hinterläßt
      
Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: eher langsam, legen große Ootheken (diese
                          gedeihen nur unter günstigen Bedingungen)
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blattidae / Blattinae
      Herkunft: Südafrika (Kap, Provinz Natal), Mosambik,
                     Simbabwe, Namibia, Angola, Kongo

      Haltung: nicht ganz trocken, ein paar cm Substrat, davon ca. 1/3 feucht
;
                   leichter zu halten als die unbestimmte Art, dennoch ein bißchen
                   sensibel
; am besten 2x wöchentlich versorgen
Deropeltis sp. Kenia / Tanzania
 ►
größer und kräftiger gebaut als D.paulinoi, die Larven sind noch
      braun und etwas heller, die Adulti hingegen sind einheitlich matt-
      schwarz, die Männchen sind viel schlanker als die Weibchen
      und verfügen über ebenso lange Flügel wie die andere Art, sind
      ebenso schnell und wehren sich mit einem ähnlich starken
      Defensivsekret

      Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: eher langsam, legen gewaltige Ootheken -
                          neben denen von Eurycotis opaca die größten
                          die ich kenne (diese gehen leider sehr oft ein)
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blattidae / Blattinae
      Haltung: heikel! Nicht ganz trocken, ein paar cm Substrat, davon ca. 1/3 feucht;
                   die Haltung gestaltet sich leider ziemlich schwierig, die Tiere sind
                   recht empfindlich und die Ootheken gehen außerhalb eines sehr
                   schmalen Fensters förderlicher Haltungsbedingungen sehr schnell
                   kaputt (es darf weder zu trocken oder zu naß, noch zu warm oder
                   kalt sein); am besten 2x wöchentlich versorgen

Diploptera punctata
 ► „Käferschabe“ ⇒ Käfermimese → Flügel wie bei einem Käfer
       gelappt, kleine, hübsche Art, braunroter Grundton, dünne
       Behaarung, vollbeflügelt
      
Scheibenläufer: alle Stadien
      
Vermehrung: langsam bis mittelschnell, vivipar,
                           nur wenige Larven pro Schlupf
      
Größe: Männchen
                  Weibchen

                 
L1
       Familie / Subfamilie: Blaberidae / Diplopterinae
       Herkunft: India, Sri Lanka, China, Vietnam, Thailand, Burma,
                      Malaysia, Indonesien, Papua Neu Guinea, USA
                      (Hawaii), Fiji, Australia, Samoa, Marquesas Islands,
                      Ascension Island

       Haltung: trocken, aber regelmäßige Wassergabe
                    unerläßlich, etwas Substrat

Drymaplaneta semivittata

 ► seltene, sehr elegante, klein-mittelgroße Art, unbeflügelt,
      glänzend dunkelrot mit hellen & durchscheinenden lateralen
      Frontstreifen, außerordentlich lange Fühler - fast 2x so lang
      wie die ganze Schabe; extrem schnell, kleine Larven laufen
      über Vaseline
     
Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: mittelschnell bis gut, ovipar
                          diese werden an Oberflächen fixiert, z.B.
                          an Blättern, oft werden mehrere an einer
                          Stelle befestigt; unter widrigen Bedingungen
                          gehen viele Ootheken ein
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blattidae / Polyzosteriinae
      Herkunft: Neuseeland
      Haltung: etwas sensiblere Art, machen bei stimmigen Haltungsparametern
                   aber kaum Probleme und vermehren sich gut;
                   nicht ganz trocken, ein paar cm Substrat,
                   davon ca. 1/3 leicht feucht, Blätter als Verstecke


Elliptorhina chopardi

 ► kleinste gängige Fauchschabenart, ca.4cm, gelb-orange gestreift mit
      dunklem Pronotum, langlebig, ruhig, hart gepanzert, Geschlechter
      gut unterscheidbar (bei dieser Gattung aber nicht so deutlich wie bei
      Gromphadorhina oder Princisia); diese kleinste Fauchschabe benutzt
      ihre Stimme recht häufig, aber von allen am leisesten; jede Art hat so-
      zusagen ihren eigenen Ton
und eine nur ihr eigene Art und Weise zu
      fauchen, manche fauchen mehr als andere; es gibt eine Vielzahl ver-
      schiedener Fauchtöne, mindestens 6 verschiedene werden differenziert
      und zu bestimmten Anläßen abgegeben; kennt man die Tiere erst eine
      Weile erhält Halter über das Fauchen Hinweise auf die Stimmungslage
      der Tiere, es gibt z.B. warnende oder kommunikative Töne zwischen den
      Tieren zur Verständigung untereinander, auch gibt es so etwas wie ein
      Schimpfen, wenn der Schabe offensichtlich etwas mißfällt
     
Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: langsam, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Oxyhaloinae (Stamm Gromphadorhini)
      Herkunft: Madagaskar
      Haltung: trocken, mit etwas Substrat
Elliptorhina davidi
 ► neu und noch sehr selten in der Hobbyzucht erhältlich, ein bißchen 
      kleiner als E.javanica, aber mit breiter gebautem Abdomen, Färbung
      orange-rot und zwischen den Segmenten des Rückenpanzers gelb,
     
langlebig, ruhig, hart gepanzert, Geschlechter gut unterscheidbar
     
(bei dieser Gattung aber nicht so deutlich wie bei Gromphadorhina
      oder Princisia)
; relativ wenig und leise fauchend 
      Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: langsam, ovovivipar
   
   Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Oxyhaloinae (Stamm Gromphadorhini)
      Herkunft: Madagaskar
      Haltung: trocken, mit etwas Substrat

Elliptorhina javanica
 ► größer als E.chopardi, wunderschöne, hell-dunkel gestreifte
      Fauchschabe, langlebig, ruhig, hart gepanzert, Geschlechter
      gut unterscheidbar
(in dieser Gattung aber nicht so deutlich
      wie bei Gromphadorhina oder Princisia)
; fauchen wenig, aber
      lauter als die beiden anderen
Elliptorhina sp.

      Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: langsam, ovovivipar
   
   Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Oxyhaloinae (Stamm Gromphadorhini)
      Herkunft: Madagaskar
      Haltung: trocken, mit etwas Substrat


Ergaula capucina

 ► relativ kleinbleibende, vollbeflügelte Erdschabe, Ausehen ähnlich einer
      Kaffebohne, vor allem die Larven sind dicht behaart, alle Stadien stark
      grabend, Besonderheit wie bei den meisten Polyphagidae ist ein „tot
      stellen“ bei Gefahr, robuste Art mit relativ langer Entwicklungszeit,
      dafür aber relativ kurzlebigen Adulti → dies ist durchaus familientypisch,
      bei der anverwandten Gattung Therea fällt dies jedoch noch extremer aus
      Scheibenläufer: nur die Adulti
     
Vermehrung: gut, ovipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Polyphagidae / Polyphaginae
      Herkunft: Burma
     
Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat

Eublaberus distantii

 ► große, vollbeflügelte, stark grabende Art ähnlich den Blaberus spp.
      orange Grundfarbe (Trivialname „Orangekopfschabe“), besonders
      das Pronotum
      Scheibenläufer: nein
  
    Vermehrung: mittelschnell bis gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Guatemala, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Trinidad and
                     Tobago, Franz. Guayana, Surinam, Guyana, Brasilien
     
      Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat
Eublaberus posticus
 ► ähnlich E.distantii, jedoch in der Endgröße etwas kleiner und mit
      rötlicherem Pronotum, vollbeflügelt, unterirdische Lebensweise
     
Scheibenläufer: nein
      Vermehrung: mittelschnell, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Trinidad &
                     Tobago, Guyana, Surinam, Franz. Guayana, Brasilien, Peru,
                     Equador

      Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat
Eublaberus sp. „Pantal“
 ► hübsche
Eublaberus sp., etwas kleiner und schlanker als E.distantii,
      vollbeflügelt, unterirdische Lebensweise
     
Scheibenläufer: nein
    
  Vermehrung: mittelschnell, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Brasilien
      Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat

Eurycotis opaca (Cuba I)

 ► mittelgroße, unbeflügelte Art, rasend schnelle Fortbewegung,
      Marzipan-ähnlich riechendes Defensivgas (bei wenigen Tieren noch
      durchaus ansprechend; bei vielen aggressiv, es verschlägt einem fast
      den Atem; dies kann sogar den Tieren selbst gefährlich werden,
      wenn sie z.B. in einer fast unbelüfteten Dose verkauft werden und
      in Aufruhr geraten kann ihnen die hohe Konzentration des eigenen,
      überaus starken Defensivstoffes den Garaus machen);
      Ausbruchkünstler - die kleinen Larven laufen einfach über die
      Vaselineränder drüber und zwängen sich regelmäßig zwischen
      Box und Deckel hinaus!!
     
Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: gut, legen Ootheken (die größten mir bekannten),
                         welche häufig an den Wänden der Verstecke
                         befestigt werden
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blattidae / Polyzosteriinae
      Herkunft: Cuba
      Haltung: etwas Substrat, davon eine kleine Ecke feucht

Eurycotis opaca (Cuba II)
 ► fast identisch zu Cuba I, aber etwas attraktiver, leicht
      unterschiedliches Pronotum, alles weitere siehe oben


Gromphadorhina oblongonata 
 ► eine der größten Schabenarten (max. 10,5cm), weinrote Fauchschabe,
      sehr langlebig (~3 Jahre), ruhig, hart gepanzert, die Geschlechter sind
      gut unterscheidbar - die Männchen werden größer und haben stattliche
      Hörner auf ihrem Pronotum; Dominanzhierarchie und Positionskämpfe
      zwischen den adulten Böcken, sie „fechten“ mit den Fühlern und stoßen
      sich mit den Hörnern, die unterlegenen Männchen sind durch ihre abge-
      brochenen Fühler gezeichnet, während das ranghöchste Tier noch in
      hohem Alter über intakte Fühler verfügt; davon abgesehen kommt es bei
      diesen Konfrontationen aber zu keinen nennenswerten Verletzungen, ein
      regelrechtes Kämpfen bis zum Tod wie z.B. bei Lucihormetica subcinta
     
habe ich bei Fauchschaben noch nie beobachtet; die rangniederen Tiere
      akzeptieren ihre Rangstatus und gehen dem dominanten Tier aus dem Weg;
      das dominante Männchen sucht sich manchmal eine erhöhte Position aus;
      eher fauchfaule Art
      Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: langsam, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Oxyhaloinae (Stamm Gromphadorhini)
      Herkunft: Madagaskar
      Haltung: trocken, mit etwas Substrat
                   Tip: Große Fauchschaben bekommt man durch eine
                   große Zuchtbox; eine hohe Bestandsdichte macht
                   diese Auswirkung jedoch zunichte.

Gyna lurida

 ► sog. „Porzellanschabe“, kleine bis mittelgroße, vollbeflügelte Art,
      die Adulti fliegen sehr gerne
, es gibt unzählig variierende Farben
      und Muster, mitunter sind grellgelbe Tiere dabei, schnelle Fort-
      bewegung, leben unterirdisch außer abends die Adulti, Adulti
      leben nur noch wenige Monate
      Scheibenläufer: nur die Adulti
    
  Vermehrung: gut, ovovivipar
    
  Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Gyninae
      Herkunft: Tanzania, Tanzania (Zanzibar)
      Haltung: trocken, hohes Substrat


Hemiblaberus brunneus (ehemals Hemiblabera sp.)

 ► große, grabende, unauffällig rötlich-braune Schabenart, lebt in der
      Natur in Flederhaushöhlen, Stummelflügel, außer der Größe kein
      Geschlechtsdimorphismus, relativ langlebig
      Scheibenläufer: nein
     
Vermehrung: mittelschnell bis gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Cuba
    
  Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat

Henschoutedenia flexivitta

 ►
mittelgroße & vollbeflügelte Art, beige-braun-grau und überall gesprenkelt,
      (Äußeres ähnlich Nauphoeta cinerea), aber kein Schädlingspotenzial,
      sehr schnelle Läufer
; an sich gute Futtertiere für Baumbewohner, allerdings
      gestaltet sich das Einfangen als ein wenig nervig, da sich diese Art mehr
      als alle anderen bei sich bietender Gelegenheit umgehend und blitzschnell
      von der Hand fallen läßt und ein großes Talent hat sich Einfang-Versuchen
      zu entziehen; eine Schabe mit vergleichsweise starkem Defensivstoff, es
      riecht ziemlich übel (Note fauliges Maggi), muß man z.B. zur Versorgung
      oder zum Verfüttern nahe an eine dicht besetzte Box heran wird es manch-
      mal fast unerträglich, mir wird da mitunter richtig schlecht von; wie es
      Rhyparobia häufig zu tun pflegen setzen einem auch diese Schaben gerne
      eine große Portion ihrer Biowaffe auf die Haut
      Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Oxyhaloinae (Stamm Nauphoetini)
      Herkunft: Ghana, Kamerun, Equatorial Guinea, Gabon,
                     Kongo, Angola

      Haltung: nicht ganz trocken, etwas Substrat

Ischnoptera sp. Costa Rica
 ►
kleine, neue Art ähnlich Symploce, aber minimal größer, rote
      Flügel bei einem rötlichen Körper und mit einem schwarzem
      Kopf, Geschlechter fast identisch, beide vollbeflügelt
, frisch
      geschlüpfte Larven nur gut 2mm lang, aber breiter als die der
      vergleichbar kleinen Arten, sehr schnelle Fortbewegung, kurzlebig,
      vermutlich recht gute Flieger
     
Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: gut-sehr gut, ovipar - die Weibchen legen in
                          kurzen Intervallen (gebogene, für die Größe
                          dieser Schaben recht stattliche) Ootheken

     
Größe:
Männchen
                 Weibchen
                
L1
     
Familie / Subfamilie: Blattellidae / Blattellinae
      Haltung: warm, hohe LF bei trockenem Substrat


Loboptera decipiens
 ►
wunderschöne Art aus Europa, mit maximal etwas über 1cm sehr
      klein bleibend und auch die kleinste meiner Schabenarten, unbeflügelt
      und glänzend schwarz mit einem weißen Streifen entlang der gesamten
      Flanken von vorne bis hinten, sehr kurzlebig, Geschlechter nur schwer
      auseinander zu halten, sehr schnelle Fortbewegung
      Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: für eine Schabe dieser Familie sehr unergiebig, ovipar -
                         legen die kleinsten Ootheken die ich kenne (diese
                         gehen bei ungünstigen
                         Bedingungen sehr schnell ein)

     
Größe:
Männchen
                 Weibchen
                
L1
     
Familie / Subfamilie: Blattellidae / Blattellinae
     
Herkunft: Küstengebiete der europäischen und
                     afrikanischen Mittelmeer-Region
 
                     → Wurde auch schon an der deutschen Küste gefunden!                     
      Haltung:
nicht ganz einfach in der Haltung, nicht zu warm, mit Winterabkühlung,
                   etwas feuchter, wenig Toleranz gegenüber suboptimalen Haltungsbedingungen,
                   Vermehrung schwierig; leben in der Natur gerne zwischen Steinen

Loboptera sp. ex. „Tassos“
 ►
unbestimmte Art von der griechischen Insel Tassos, Äußeres und
      Größe fast identisch zu vorgenannter Art, unwesentlich größer und
      etwas kompakter gebaut, statt dem glänzenden Schwarz mehr ein
      bräunliches, vor allem
      sind die Larven
braun, wie die andere Art helle Längsstreifen, sehr
      schnell, kurzlebig, kein Geschlechtsdimorphismus außer der Größe;
      gravierendster Unterschied: auch nicht ganz einfach, aber beßer halt-
      und vermehrbar
     
Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: eher langsam, ovipar (winzige Ootheken)
                         
(etwas beßer haltbar als die von L.decipiens)
     
Größe:
Männchen
                 Weibchen
                
L1
     
Familie / Subfamilie: Blattellidae / Blattellinae
      Haltung:
nicht zu warm, mit Winterabkühlung
, etwas feuchter;
                   leben in der Natur gerne zwischen Steinen


Lucihormetica grossei
                                    
 ► für mich die schönste der drei erhältlichen Lucihormetica-Arten aus
      Venezuela, etwas größer als die beiden anderen und im männlichen
      Geschlecht vollbeflügelt, im weiblichen Geschlecht ebenfalls, aber
      mit etwas kürzeren Flügeln; stark grabend, werden etwas älter als
      die Schwesterarten (Schätzwert max. 2 Jahre)
      Scheibenläufer: nur die Adulti (habe ich aber noch nie erlebt)
      Vermehrung: etwas langsamer als bei den nachstehenden,
                          ovoviviparunbestimmte
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Venezuela
      Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat
Lucihormetica subcinta

 ► attraktive „Leuchtschabe“, wie die anderen beiden dunkel und die
      Männchen haben die charakteristischen Punkte auf dem Pronotum,
      Stummelflügel → eckig abschneidend,mittelgroß, stark grabend
      langlebig; adulte Männchen untereinander aggressiv, bei den
      Kämpfen werden den unterlegenen Kontrahenten die Beine
      abgebißen, es kommen Zwergmännchen vor (bis nur 1,5cm klein!
      Häufiger bei hoher Bestandsdichte; diese Männchen versterben
      infolge der Übergriffe durch die größeren Männchen fast immer
      verfrüht); relativ langlebige Art (bis ca. 1 1/2 Jahre)
      Nahrungsvorliebe: Buchenlaub und Rinde
      Scheibenläufer: nur die Adulti
    
  Vermehrung: mittelschnell bis gut, ovovivipar
   
   Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Kolumbien
     
Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat
Lucihormetica verrucosa

 ► weitere attraktive „Leuchtschabenart“, alles weitere siehe L.subcinta,
      außer das diese Art hier häufiger glatte Flächen erklimmt
; Männchen
      viel verträglicher,
Stummelflügel → rund auslaufend, relativ langlebige
      Art (bis ca. 1 1/2 Jahre)

      Scheibenläufer: nur die Adulti
      Vermehrung: mittelschnell bis gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Kolumbien, Venezuela
      Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat


Neostylopyga rhombifolia

 ► „Harlekinschabe“, eine eher kleine Art, Verwandte der Periplaneta (gilt
      ebenso als Schädling, da sie in der Haltung aber etwas mimosig sind
      halte ich dies bei den klimatischen Verhältnissen der hiesigen Breiten-
      grade für eher unwahrscheinlich); durchaus attraktives Aussehen: helle
      Grundfarbe mit schwarzem Muster über den ganzen Körper, kompakt
      gebaut und unbeflügelt; die Geschlechter unterscheiden sich nur in der
      Endgröße, sehr schnelle Fortbewegung    
      Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: unter günstigen Bedingungen einigermaßen gut,
                          wenn nicht dann nahe Null; ovipar (kleine, kompakte Ootheken)

      Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blattidae / Blattinae
      Herkunft: asiatischen Ursprungs, mitlerweile in tropischen
                     Regionen aller Kontinente ansässig
     
Haltung: nicht ganz so einfach - hohe LF bei trockenem Substrat,
                   Temperatur auf keinen Fall zu warm; sind die Haltungs-
                   bedingungen nicht optimal neigen diese Schaben zu
                   Problemen und vermehren sich nicht

Oxyhaloa deusta

 ► kleinbleibende Art, schwarz mit rotem Kopf, Fühler länger als die Schabe
      selbst; Männchen annähernd voll-, Weibchen halbbefügelt, Weibchen viel
      größer als Männchen, sehr kurzer und schneller Lebenszyklus,
      sehr schnelle Fortbewegung, laßen sich beim Einfangen gerne fallen

     
Scheibenläufer: alle Stadien
      Vermehrung: extrem schnell, ovovivipar
    
  Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Oxyhaloinae (Stamm Oxyhaloini)
      Herkunft: Süd Afrika, Mosambik, Zimbabwe, Botswana, Angola,
                     Kongo, Ruanda, Tanzania, Kenia, Somalia

      Haltung: trocken, mit oder ohne Substrat;
                  
Nahrungspräferenz Blätter

Opisthoplatia orientalis
 ► mittelgroße, unbeflügelte Art, Grundfarbe schwarz mit rotem Rand, 
      heller Rand am Pronotum, Geschlechtsdimorphismus nur über die 
      Größe der Adulti, mäßig grabende Art, leben über oder in der 
      oberen Substratschicht
      Scheibenläufer: nur die Adulti
      Vermehrung: gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Epilamprinae
      Herkunft: Indien, China, Japan, Taiwan, China (Macau),
                     Indonesia (Java)

      Haltung: ca.5cm Substrat, eine Ecke leicht befeuchtet

Panchlora nivea
 ► unter 2cm kleine, grüne und vollbeflügelte Art, Weibchen etwas 
      größer und breiter gebaut als die Männchen, aber längst nicht 
      so ein Größenunterschied wie bei P.sp.„Giant“, das Verhältnis
      der Geschlechter ist im Gegensatz zu folgender Art ausgeglichen,
      sehr schnelle Fortbewegung, vor allem die Larven halten sich viel
      unter der Oberfläche auf, sehr kurzlebig, schneller Lebenszyklus
     
Scheibenläufer: nur die Adulti (laufen ohne Mühe
                             über Vaselineränder!)

     
Vermehrung: unter günstigen Bedingungen gut, ovovivipar
      Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Panchlorinae
      Herkunft: West Indien, Zentral- & Südamerika,
                     USA (wahrscheinlich eingeschleppt)
     
Haltung: Nicht einfach! Zeitaufwändiger als andere Arten; ca. 5cm
                   Substrat, hohe RLF bei hoher Temperatur (28-30ºC)
;
                   schon bei geringfügig suboptimalen Bedingungen vermehren
                   sie sich nicht, bei nur etwas mehr abweichenden Lebensbedingungen
                   ist es häufig kennzeichnend das die frisch adulten Weibchen zu einem
                   hohen Anteil vor ihrer ersten Geburt mit ausgefahrener Legestange
                   versterben; die heranwachsenden Jungtiere bereiten hingegen weniger
                   Sorgen
Panchlora sp.
Giant“
 ► kleine, hellgrüne Schabe, beide Geschlechter sind vollbeflügelt 
      und fliegen auch sehr gerne, Weibchen viel größer als die
      Männchen, es gibt viel mehr weibliche als männliche Tiere,
      sehr schnelle Fortbewegung, vor allem die Larven graben
      sich gerne ein, sehr kurzlebige Art mit schnellem
      Lebenszyklus
     
Scheibenläufer: nur die Adulti (laufen ohne Mühe
                             über Vaselineränder!)

      Vermehrung: unter günstigen Bedingungen gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Panchlorinae
      Herkunft: Süd-Amerika, Cuba
     
Haltung: ebenfalls heikel, aber etwas einfacher als P.nivea;
                   zeitaufwändiger als andere Arten; ca. 5cm Substrat,
                   hohe RLF bei sehr hoher Temperatur (30ºC +)
;
                   Reaktion auf nicht ideale Haltung ähnlich, aber nicht
                   ganz so anfällig und sensibel wie vorgenannte Art
    
Panesthia angustipennis
 ► „Taiwan Wood Roach“; die asiatischen Schaben der Gattung Panesthia
      gehören zweifelsohne zu den seltensten und begehrtesten Schaben,
      mittelgroß, etwas lederig aussehend, alle Stadien gänzlich schwarz,
      beide Geschlechter vollbeflügelt und nur schwer zu unterscheiden
      (sogar von unten anhand der letzten Segmente des Exoskeletts),
      leben in selbst angelegten Gängen, eher langsame Fortbewegung,
      sehr langlebig
      Scheibenläufer: nein
     
Vermehrung: sehr langsam, Larven brauchen mindestens 2 Jahre
                          bis zur Geschlechtsreife, ovovivipar
    
  Größe: Männchen
                 Weibchen

                 L1
     
Familie / Subfamilie: Blaberidae / Panesthiinae
 
     Herkunft: Taiwan       Orient, Australasia
      Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat
;
                   essen gerne Blätter, aber auch andere Nahrung
Panesthia angustipennis angustipennis
 ► Habitus, Geschlechtsunterschiede, Verhalten und Lebensweise genau wie
      vorgenannte Art; Unterschiede: etwas kleiner & glänzender, Larven ab L3
      mit einem breiten, roten Querstreifen mitten über den Körper, Adulti
      insgesamt schwarz mit einem lila Schimmer besonders an den
      Deckflügeln
      
Scheibenläufer: nein
     
Vermehrung: sehr langsam, Larven brauchen mindestens 2 Jahre
                          bis zur Geschlechtsreife, ovovivipar
    
  Größe: Männchen
                 Weibchen

                 L1
     
Familie / Subfamilie: Blaberidae / Panesthiinae
 
     Herkunft: Orient, Australasia
      Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat
;
                   essen gerne Blätter, aber auch andere Nahrung


Paratemnopteryx couloniana 

 ► kleinbleibende, rötlich glänzende Art, Stummelflügel, Männchen
      wesentlich kleiner, spitz auslaufend und mit etwas längeren
      Stummelflügeln,
sehr weichhäutig, sehr schnelle Fortbewegung
      Scheibenläufer: nur die adulten Männchen
     
Vermehrung: sehr gut,
ovipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blattellidae / Blattellinae
      Herkunft: Australien, Neuseeland
      Haltung: trocken, mit etwas Substrat


Periplaneta americana „White Eyes“
 ► eine kleine Besonderheit mit den weißen Augen, über deren Entstehen
      es verschiedene Theorien gibt → Radioaktivität, natürliche Mutation
      und Verlust der Sehfähigkeit durch ein Leben über viele Generationen
      in Dunkelheit; diese Form hat dieselbe Färbung wie die nominate Form,
      allerdings sind die „White Eyes“ etwas kleiner und gedrungener gebaut;
      verglichen mit der normalen Form sind sie wesentlich streßfreier und
      einfacher im Umgang; nicht so zäh und robust wie andere
Periplaneta sp.
      Scheibenläufer: alle Stadien
    
  Vermehrung: ovipar; viel langsamer als ihre Verwandten, in vielen Fällen werden 
                          kaum Ootheken gelegt oder gar kein Nachwuchs gezeugt
                 
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blattidae / Blattinae
      Herkunft: ?? (P.americana stammt ursprünglich aus Afrika)
     
Haltung: trocken, mit etwas Substrat

Periplaneta spp.
 ► hiermit sind alle erhältlichen Arten der Gattung Periplaneta gemeint; 
      dies sind bislang P.americana (nominat und „White Eyes“), P.australasiae
      P.brunnea, P.fuliginosa und P.japonica; folgende Eigenschaften treffen
      mehr oder weniger auf alle genannten zu: mittelgroß & sehr schlank gebaut,
      orange-rot-braune, vom Pronotum abgesehen fast einheitliche Färbung,
      volle & lange Flügel, blitzschnelle Fortbewegung, sind extrem hart im
      Nehmen, so das Tiere und Eierpakete sehr widerstandsfähig sind,
      was ihnen ermöglicht mitunter extrem widrigen Lebensbedingungen
      zu trotzen; Periplaneta sp. leben teilweise kosmopolitisch in Küchen /
      Lagerräumen rund um den Globus und gelten als die Hygieneschädlinge
      schlechthin, am bekanntesten dürfte P.americana sein, gefolgt von
      P.australasiae
      
Scheibenläufer: alle Stadien
    
  Vermehrung: alle ovipar und mehr oder weniger extrem gut, befestigen
                         resistente Ootheken unter versteckt liegenden Oberflächen                   
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blattidae / Blattinae
      Herkunft: je nach Art fast auf der ganzen Welt
                    oder nur in bestimmten Regionen
     
Haltung: trocken, mit oder ohne Substrat


Phoetalia pallida

 ► sicherlich die beste kleinbleibende Futterschabe, weichhäutig und
      elastisch, relativ langsam, volle Flügel grau-braun glänzend, Pronotum
      dunkel mit weißem Rand, kurzlebig, die kleinen Larven graben sich
      manchmal oberflächlich ein
      Scheibenläufer: alle Stadien
    
  Vermehrung: extrem gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Blaberinae
      Herkunft: Cosmopolit in tropischen Regionen, Ursprung West-Indien
     
Haltung: trocken mit etwas Substrat (ohne
                   kommt es häufiger zu Problemen)   

     
Polyphaga aegyptiaca

 ► mittelgroß, bis auf einen hellen Streifen vorne entlang des Pronotums
      in allen Stadien fast einheitlich matt, grauer/dunkler Grundton, die
      Männchen sindvollbeflügelt, Weibchen und Larven können sich wie
      eine Assel einrollen (gilt für alle Vertreter der Gattung) und sind
      behaart; Erdbewohner aus Trockengebieten, wie die anderen
      genannten Polyphaga sp. eine robuste Art, recht langlebig,
      nicht die schnellsten Läufer
      Scheibenläufer: nein
      Vermehrung: langsam, ovipar - legen große Ootheken (diese können
                          über 1, maximal 2 Jahre liegen bis zum Schlupf)
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Polyphagidae / Polyphaginae
      Herkunft: Sinai-Halbinsel (auch anderswo beheimatet)
      Haltung: warm, trocken, hohes Substrat
Polyphaga aegyptiaca „Black“
 ► selbe Art anderer Herkunft, seltener als vorgenannte Artgenoßen,
      kleiner und fast schwarz, mehr glänzend, davon abgesehen alles
      identisch

      Herkunft: Tunesien
Polyphaga obscura
 ► größte der erhältlichen Polyphaga sp., wie ihre Verwandten unter
      Schabenliebhabern ziemlich begehrt, eingeschlechtlich, unbehaart,
      die Adulti sind rund und asselartig (→ einrollen), einfarbig dunkelgrau
      und behaart, die Larven sind etwas farbenfroher, unterirdische Lebensweise,
      hat den typischen Körperbau einer Erdschabe, dementsprechend sehr kräftig
      und kompakt, wie die anderen Arten nicht die schnellsten Läufer unter den
      Schaben, langlebig
      Scheibenläufer: nein
      Vermehrung: Parthenogenese, langsam,
ovipar - legen riesige Ootheken
                          (diese liegen 1-2 Jahre bis zum Schlupf)
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Polyphagidae / Polyphaginae
      Herkunft: Russland, Zentral-Asien, Ost-Turkestan, Afghanistan
                     → Bewohner eher kühler Gebiete im höher gelegenen Gebirge
      Haltung: hohes Substrat, am besten mit etwas Kies oder grobkörnigem
                   Sand; deutlich kühler als andere Schaben, Zimmertemperatur 
                   bzw. im Winter noch kälter, außerdem nicht so trocken wie die
                   anderen Polyphaga sp., aber auch nicht zu feucht
Polyphaga saussurei
 ► ähnlich
P.obscura
, etwas kleiner in der Adultgröße, ebenfalls
      eingeschlechtlich, unbehaart; die Vollkerfe laßen sich mit
      dem Auge kaum von vorgenannter Art unterscheiden
, die
      Larven sind jedoch insgesamt dunkler und weisen eine
      andere Musterung auf;
Verhalten und Lebensweise identisch
      Scheibenläufer: nein
      Vermehrung: Parthenogenese, langsam,
ovipar - legen große Ootheken
                          (diese liegen 1-2 Jahre bis zum Schlupf)
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Polyphagidae / Polyphaginae
      Herkunft: Russland, Zentral-Asien, Afghanistan, Iran
      Haltung: hohes Substrat, etwas wärmer als P.obscura, aber nicht so warm
                   wie das Gros der anderen Schabenarten, nicht ganz trocken, aber
                   auch nicht zu feucht
Polyphaga sp. Armenia
 ► zweigeschlechtliche und relativ kleine Polyphaga sp., Männchen 
      vollbeflügelt, Weibchen asselartig mit der Fähigkeit zum Einrollen,
      dunkelgraue Grundfarbe, eher matt als glänzend; Erdbewohner,
      keine schnellen Läufer, relativ langlebig
      Scheibenläufer: nein
      Vermehrung: langsam,
ovipar - legen große Ootheken (diese können 1,
                          manchmal sogar 2 Jahre liegen bis zum Schlupf)
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Polyphagidae / Polyphaginae
      Habitat: Bergregionen in Armenien
      Haltung: nicht zu warm, trocken, hohes Substrat
Polyphaga sp. Georgia
 ► optisch kaum von vorgenannter Art zu unterscheiden, es handelt sich
      dennoch um eine andere Spezies; Größe, Verhalten, Eigenschaften 
      und Haltung siehe vorstehende Art
     
Habitat: Bergregionen in Georgien
   
Princisia vanwaerebeki „BIG“
 ► eine der größten Fauchschabenarten, Grundfarbe schwarz mit etwas
      hell und roten lateralen Punkten, langlebig, ruhig, hart gepanzert,
      Geschlechter gut unterscheidbar; haben von den erhältlichen Fauch-
      schabenarten das lauteste Organ
     
Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: langsam, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Oxyhaloinae (Stamm Gromphadorhini)
      Herkunft: Madagaskar
   
   Haltung: trocken, mit etwas Substrat
Princisia vanwaerebeki „Black & White“

 ► mittelgroße Fauchschabenart, 5 - 6,5cm, kontrastreicher gefärbt als
      ihre großen Artgenossen, schwarz-weiß gestreift, wie die anderen
      Fauchschaben ruhig, langlebig und hart gepanzert, Geschlechter
      gut differenzierbar; fauchen ziemlich wenig
     
Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: langsam, ovovivipar
 
     Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Oxyhaloinae (Stamm Gromphadorhini)
      Herkunft: Madagaskar
      Haltung: trocken, mit etwas Substrat


Pycnoscelus femapterus
 ► kleinste verfügbare Art dieser Gattung, Lebensweise, Lebenserwartung,
      Gestalt und Färbung ähnlich P.surinamensis, aber wesentlich kleiner und
      schlanker, zweigeschlechtlich
      Scheibenläufer: nur die Adulti
      Vermehrung: sehr gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Pycnoscelinae
      Herkunft: Malaysia, Ost-Afrika
     
Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat
Pycnoscelus indicus ex. Pakistan

 ► ähnlich P.surinamensis, aber kleiner und schlanker (mittelgroße
      Art der Gattung),
Lebensweise und -erwartung in etwa gleich,
      zweigeschlechtlich

      Scheibenläufer: nur die Adulti
     
Vermehrung: gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Pycnoscelinae
      Herkunft: Pakistan
      Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat
Pycnoscelus indicus ex. Thailand

 ► ein bißchen anders gefärbt als letztgenannte Variante,
      alles weitere identisch
   
   Herkunft: Thailand
Pycnoscelus nigra

 ► glänzend schwarze mit rötlichen Beinen, relativ große
      Pyncoscelus sp.; Statur, Lebensweise und -erwartung
      wie P.surinamensis,
zweigeschlechtlich
     
Scheibenläufer: nur die Adulti
     
Vermehrung: sehr gut, ovovivipar
    
  Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Pycnoscelinae
      Herkunft: China, Vietnam, Burma, Indonesien (Sumatra, Java),
                     Borneo

      Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat
Pycnoscelus sp. Malaysia

 ► ähnlich P.surinamensis, etwas dunkler mit abweichender Musterung
      bei ähnlichem Statur, aber ein bißchen kleiner bleibend,
Lebensweise
      und Lebenserwartung identisch
, eingeschlechtlich
     
Scheibenläufer: nur die Adulti
      Vermehrung: enorm schnell
, ovovivipar (parthenogenetisch)
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Pycnoscelinae
      Herkunft: Malaysia
      Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat
Pycnoscelus striatus
 ► als Larven und Adulti orange-braun, rundlich, etwas kleiner als
      P.surinamensis
, Lebensweise und Lebenserwartung identisch,
      enormer Größenunterschied zwischen den Geschlechtern, auch
      gibt es sehr große und sehr kleine Weibchen, zweigeschlechtlich
      Scheibenläufer: nur die Adulti

      Vermehrung: mittelschnell bis gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Pycnoscelinae
      Herkunft: Malaysia (Malacca), Indonesien (Sumatra), Borneo
      Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat
Pycnoscelus surinamensis

 ► „Gewächshausschabe“, Aussehen ähnlich P.pallida, aber ein Stückchen
      größer, rundlicher und deutlich massiver gebaut, bräunliche Flügel mit
      schwarz glänzendem Pronotum,
wie alle Arten der Gattung vollbeflügelt,
      größte der erhältlichen
Pyncoscelus-Arten, stark grabende Lebensweise
      in allen Stadien, kurzer Lebenszyklus, eingeschlechtlich
      Scheibenläufer: nur die Adulti
     
Vermehrung: enorm schnell, ovovivipar (parthenogenetisch)
    
  Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Pycnoscelinae
      Herkunft: Cosmopolit in tropischen Regionen, Ursprung Asien
     
Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat


Rhyparobia grandis
 ►
diese Art ist nur äußerst selten zu bekommen und wenn dann sehr teuer,
     
große Verwandte der  „Madeiraschabe“, insgesamt etwas heller, Männchen
      6cm, Weibchen 7cm bis zu den Flügelspitzen (vollbeflügelt)
, hat ein „Gesicht“
      wie Schaben der Gattung Blaberus
, Defensivsekret riecht ebenso übel wie das
      der anderen Art, zwitschern ebenfalls
, Eigenschaften und Verhalten identisch
      Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: leider gerne überhaupt nicht, wenn deutlich
                          langsamer als R.maderae,
ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Oxyhaloinae (Stamm Nauphoetini)
      Herkunft: Liberia, Sierra Leone, Elfenbeionküste, Ghana, Togo, Nigeria,
                     Cameroon, Kongo, Uganda, Tanzania, Ruanda, Angola

      Haltung: laut Auskunft wie R.maderae
, hat bei mir und anderen aber nicht
                   funktioniert, in jedem Fall eher trocken, etwas empfindlicher

Rhyparobia maderae
 ► „Madeiraschabe“, mittelgroß, vollbeflügelt, weichhäutig und sehr
      elastisch, sehr schnelle Läufer, Ausbruchkünstler, Einfangen verglichen
      mit anderen Schaben schwieriger; heftig stinkendes Defensivsekret,
      stoßen wenn sie sich bedroht fühlen große Mengen aus; geben
      zwitschernde Laute von sich bzw. geben in Bedrängnis eine Art
      schmiergelndes „Kreischen“ von sich
      Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Oxyhaloinae (Stamm Nauphoetini)
      Herkunft: Cosmopolit in tropischen Regionen, Ursprung Afrika
      Haltung: trocken, mit etwas Substrat
Rhyparobia sp.
Gold“
 ► von der goldenen Grundfarbe abgesehen siehe R.maderae,
      diese Variante ist nur in kaptiver Zucht zu finden
     
Herkunft: nur in kaptiver Zucht zu finden

Schultesia lampyridiformis
 ► Trivialname
„Firefly“, attraktive, winzige Art, beide Geschlechter
      sind vollbelügelt, schnelle Fortbewegung, sie können fliegen, tun
      dies aber nur sehr selten, kurzer Lebenszyklus

      Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: mittelschnell bis gut, ovovivipar
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blaberidae / Zetoborinae
      Herkunft: Brasilien
      Haltung: trocken, mit etwas Substrat
     

Shelfordella lateralis (ehemals S.tartara)
 ►
sogenannte „Schokoschabe“, sehr beliebtes Futtertier, da als eine
      der wenigen Arten dieser Größenordnung keine Scheibenläufer;
      klein bis mittelgroß, rot-braune Grundfarbe, adulte Männchen mehr
      orange und im Gegensatz zu den Weibchen vollbeflügelt, Weibchen
      dunkler und ohne Flügel; sehr weichhäutige,
sehr schnelle Läufer
      (Es kommt allerdings immer wieder mal zu Fällen einer Einnistung
      in Wohnungen
, wenngleich auch nicht besonders häufig)
      Scheibenläufer: nein
      Vermehrung: ist die Zucht erst richtig in Gang gut bis sehr gut,
ovipar
                         (im Verhältnis zur Adultgröße kleine Ootheken
)
      Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blattidae / Blattinae
      Herkunft: Zentral-Asien, Kaukasus, Aserbaidschan, Iran,
                     Irak, Kaschmir, Nordafrika, Palestina, Vereinigte
                     Arabische Emirate, Sudan, Libien, USA
                     (wahscheinlich eingeschleppt)
      Haltung: eher trocken, ca. 1/4 des Substrates leicht befeuchten; oft
                   dauert es lange bis die Zucht richtig anläuft, in seltenen
                   Fällen kann eine Zucht komplett mißlingen

Symploce macroptera
 ► Habitus, Verhalten und Lebensweise fast identisch zu S.pallens,
      etwas gedrungener; es gibt aber einen nicht zu übersehenden
      Unterschied: bei S.macroptera sind beide Geschlechter vollbeflügelt
      (wie die männlichen S.pallens orange gefärbt)
     
Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: gut, aber nicht so schnell wie die
                          andere Art, ovipar (paßend zur
                          Körpergröße winzige Ootheken)
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                
L1
      Familie / Subfamilie: Blattellidae / Blattellinae
      Herkunft: Mosambik, Süd-Afrika
    
  Haltung:
trocken, etwas Substrat
Symploce pallens

 ► winzig kleine Art, nur die Männchen vollbeflügelt, fliegen manchmal,
      rot-bräunliche Grundfarbe, Männchen orange, erstaunlich schnelle
      Fortbewegung für Tiere dieser Größe, L1 meßen nur ,
      sehr kurzlebig
      Scheibenläufer: alle Stadien
     
Vermehrung: sehr gut, ovipar, der Größe entsprechende Ootheken
     
Größe:
Männchen bis zu den Flügelspitzen 1,3-1,6cm
                 Weibchen
1-1,4cm
                 L1
ca. 2mm
      Familie / Subfamilie: Blattellidae / Blattellinae
      Herkunft: USA (Florida, Hawai), Mexiko, Cuba, Puerto Rico,
                     Brasilien, Kapverden, Kenia (ursprünglich)
      Haltung: trocken, etwas Substrat   


Therea bernhardti 
(ehemals T.petiveriana)

 ► äußerst attraktive "Dominoschabe", mittelgroß, rundlich, vollbeflügelt,
      schwarz mit weißen Punkten, Käfermimese, stark grabend, die Adulti
      kommen aber vor allem abends zum Vorschein, Larven stark behaart,
      langsame Entwicklung (ca. 1 Jahr)
, die Adulti leben nur noch einige
      Wochen bis wenige Monate
      Scheibenläufer: nur die Adulti
     
Vermehrung: langsam, ovipar - mittelgroße Ootheken mit
                          geriffeltem Rand (diese können bis zu über
                          100 Tage liegen bis zum Schlupf)
     
Größe: Männchen
                 Weibchen

                 L1
     
Familie / Subfamilie: Polyphagidae / Polyphaginae
      Herkunft: Indien
      Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat
; benötigen neben
                   dem normalen Futter Blätter und morsches Holz
                 
Therea olegrandjeani (ehemals T.sp. „grandjeani“)
 ► „Amulettschabe“, ähnlich hübsch wie T.bernhardti, anderes Muster auf
      den Deckflügeln mit höherem Weißanteil, bleiben um einiges kleiner
      als die andere Art, Körperbau und Verhalten siehe oben

     
Scheibenläufer: nur die Adulti
     
Vermehrung: langsam, ovipar - mittelgroße Ootheken mit
                          geriffeltem Rand (diese können bis zu über
                          100 Tage liegen bis zum Schlupf)

      Größe: Männchen
                 Weibchen

                 L1
     
Familie / Subfamilie: Polyphagidae / Polyphaginae
      Herkunft: Indien
     
Haltung: hohes, angefeuchtetes Substrat; benötigen neben
                   dem normalen Futter Blätter und morsches Holz




(Text & Copyright 2010 by Marco Wilde)


 
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